Geschichte 1890 - 1920

1894

Die beiden Schulleiter Victor Pilecka und Karl Käppel geben anläßlich der ersten 100 Jahre "Evangelisches Schulwesen in Wien" eine Festschrift heraus.

Am 31. Oktober findet die Feier zum 100jährigen Bestand der evangelischen Schulen mit einem Festgottesdienst in der Gumpendorfer Kirche statt.

1897 Im Februar wird ein Festgottesdienst für die evangelische Schuljugend zur Feier des 400. Geburtstages von Philipp Melanchton in der Stadtkirche A.B. abgehalten.
1898 Am 20. September findet in der Schule eine Trauerfeier für die ermordete Kaiserin Elisabeth statt. Am 2. Dezember wird in einem Schulfest das 50jährige Jubiläum der Thronbesteigung von Kaiser Franz Joseph I. gefeiert.
1907 Am 12. März feiert man in der Schule den 300. Geburtstag von Paul Gerhardt, einem der bedeutendsten deutschsprachigen Kirchenlieddichtern neben Luther.
1909 Im Juni wird der 400. Geburtstag des Schweizer Reformators Johannes Calvin mit einem Festgottesdienst für die gesamte evangelische Schuljugend in der Gumpendorfer Kirche gefeiert.
1910 Im Oktober gehen beide Schuldirektoren in Pension. Als Nachfolger wurden Richard Roßbach für die Knaben- und Franz Müller für die Mädchenschule gewählt.
1912 Aus Anlass des 50jährigen Bestandsjubiläums der Schule am Karlsplatz werden einige, schon länger notwendig gewordene Umbauarbeiten durchgeführt. Durch das Verlegen der Stiege in die glasgedeckte Halle wird Platz für zwei Klassenzimmer geschaffen. Die neue Freitreppe ist von nun an Mittelpunkt aller Schulfeiern.
1914 Der Ausbruch des Ersten Weltkrieges geht auch an der Schule nicht vorbei: bereits im Juni wird Josef Hemedinger als erster von insgesamt 10 Lehrern zum Militärdienst einberufen. Ende September erhält die Evangelische Schule in Währing die Nachricht, dass ihr Lehrer Philipp Stamm in Galizien gefallen ist. Die Schulen selbst sammeln und arbeiten mit "freudiger Opferwilligkeit" für die Kriegsfürsorge.
Im Dezember wird eine Sammlung für Soldaten mit 12 großen Kisten (Tavbakwaren, Schokolade, Wollsachen, Wäsche u. dgl.) abgeschlossen.
1916 Ab 23. Oktober gibt es für 20 SchülerInnen aus armen Familien ein warmes Frühstück in der Schule. Am 29. November findet in der Schule der Trauergotttesdienst für den verstorbenen Kaiser Franz Joseph I statt.
1918

Vom 7. Oktober bis zum 7. November ist die Schule wegen zahlreicher Grippeerkrankungen geschlossen.
Im Novbember endet auch der Erste Weltkrieg.

1919 Die materielle Notlage nach dem Krieg kann durch Hilfe von außen etwas gelindert werden: So können gegen Ende des Schuljahres 18/19 und während der Ferien durch Vermittlung des Jugendamtes und der Evangelischen Mission einige Kinder einen längeren Erholungsaufenthalt in der Schweiz und in Schweden genießen.
1920 Im Dezember errichtet die amerikanische Kinderhilfsorganisation im Schulhaus eine Stelle für Kinderausspeisung. 737 SchülerInnen von insgesamt 1.663 in allen drei evangelischen Schulen können in diesem Jahr einen längeren Erholungsaufenthalt im Ausland verbringen.