Geschichte 1980 - 2012

1980/81

Aufgrund der stetig große Nachfrage nach Schulplätzen, wird die Volksschule von 8 auf 12 Klassen erweitert.
Erstmals werden die beiden Schulen "gemischt" geführt, das heißt, Mädchen und Knaben werden nun gemeinsam unterrichtet.
Im September stirbt Altsuperintendent Traar, ein großer Förderer der Schule.
Altdirektorin Cicvarek, maßgebliche Kraft beim Wiederaufbau der Schule, stirbt im Februar 81.

1982 Bereits 1979 gibt es Pläne von Fr. Dir. Heiss, einen Ausbau des Untergeschosses in Angriff zu nehmen, da ein einziger Turnsaal den Ansprüchen von 17 Klassen nicht gerecht werden kann.
1982 ist Baubeginn!
Die Bauplanung für das gesamte Untergeschoss übernimmt Arch. Fritz Mögle. Der Ausbau umfasst auch eine Speiseraumgruppe für die Kinder im Halbinternat (Hort) und einen Werkraum für die Volks- und HauptschülerInnen. Der Ausbau verursacht hohe Kosten. Die Elternvereine beider Schulen veranstalten mehrere Flohmärkte und Basare, sowie ein Benefizkonzert. Der Reingewinn ist für den Ausbau bestimmt. Superintendent Horn zeigt auch großes Interesse an der Schule und unterstützt das Bauvorhaben in jeder Weise. Der überwiegende Teil der Baukosten kann in Österreich aufgebracht werden, allerdings wäre der Baubeginn 1982 ohne die großzügige finanzielle Unterstützung des Gustav-Adolf-Werkes in Deutschland nicht möglich gewesen.
1983/84 Als eine von sieben Wiener Hauptschulen wird die Evangelische Hauptschule am Karlsplatz ausgewählt, das System der "Neuen Hauptschule" mit differenzierten Leistungsgruppen zu erproben. Dieses System löst die alte Hauptschule mit zwei Klassenzügen ab.
1985/86 Nach den guten Erfahrungen in den "Versuchsschulen" wird die "Neue Hauptschule" flächendeckend in ganz Österreich eingeführt.
Die Bauarbeiten für Turnsäle, Speisesaal und Werkraumgruppe nähern sich der Fertigstellung.
Bis September sind die HortpädagogInnen durch den Raummangel gezwungen, das Mittagessen mit den jeweiligen Gruppen in den Klassenräumen einzunehmen. Der neue Speisesaal wird im September feierlich eröffnet und ist für Kinder und HortpädagogInnen eine große Entlastung.
1986 Aus Anlass der Feierlichkeiten zum 125jährigen Bestandsjubiläum der Schule am Karlsplatz wird am 1.10. eine "Autofahrer unterwegs" Sendung aus dem Festsaal der Schule übertragen. Es gibt Sonderpostmarken, einen Sonderpoststempel sowie einen prominent besetzten Festakt im Musikverein.
1987/88 Der Umbau ist nahezu fertig. Die neuen Werkräume können bezogen werden.
In der letzten Bauetappe wird die Turnsaalgruppe mit Garderoben, WC-Anlagen, Waschräumen und der Lehrergarderobe fertig gestellt. Im September 87 findet die Einweihung mit einem Dankgottesdienst und einem "Tag der offenen Tür" statt.
Erste Gespräche über einen Spielplatz im Resselpark finden mit der Bezirksvorstehung statt.
1990
Im März beginnen die Arbeiten am neuen Spielplatz und am 11. Juni kann er bereits eröffnet werden. Die Evangelische Schule kommt für die Spielgeräte auf, während der Bezirk den Platz finanziert.
Bis zur Fertigstellung des Spielplatzes waren die Schulkinder auf die Spielstrassen in der Umgebung angewiesen. Des öfteren wird auch der Schwarzenbergspielplatz (privat) und der Anton Benja Park besucht.
1992 Das Dach des Schulgebäudes wird saniert. Gleichzeitig wird die Dachterrasse begehbar gemacht.
1993 Direktor Hausensteiner geht in Pension. Sein Nachfolger wird Wilhelm Wurm.
1994 Aufgrund der Raumknappheit am Karlsplatz wird eine Expositur der Volksschule im 2. Wiener Gemeindebezirk gegründet. In einem kircheneigenen Gebäude in der Nepomukgasse werden nach großen baulichen Veränderungen innerhalb von vier Schuljahren (1994/95 - 1997/98) sechs Klassen eröffnet. Die Expositur wird 1998/99 eine eigenständige Volksschule. Fr. Susanne Kleeber wird die erste Direktorin dieser Schule. Fr. Dir. Heiss bleibt bis zu ihrer Pensionierung im Jahr 2000 Hortleiterin für die Schule im 2. Bezirk.
1995/96 Die 5 Tagewoche wird in der Hauptschule eingeführt. In der Volksschule gibt es die 5 Tagewoche bereits seit 1990.
2000 Frau Dir. Heiss geht in Pension. Fr. Edeltraud Düh übernimmt die Direktion der Volksschule.
Die Johann Sebastian Bach Musikschule wird gegründet. Im September beginnt der Musikschulbetrieb im traditionsreichen Haus am Karlsplatz als einem der ersten Standorte der Musikschule. Die Hauptschule wird zur Kooperativen Mittelschule. Franz Jäger übernimmt die Direktion.
2001
Die Schule feiert 40 Jahre Wiederaufbau. Zu den Feierlichkeiten reisen einige Mitgleider des Pax-Teams aus den USA an.
2003/04
Im Oktober besucht eine Reisegruppe aus den USA, bestehend aus Helfern des Wiederaufbaus mit ihren Angehörigen und Freunden, die Schule. Sie werden von FL Janet Schager betreut.
2004/05

Ein trauriger Jahresbeginn: Die Lehrerin Sandra Gaulhofer kommt bei der Flutkatastrophe in Südostasien ums Leben.
Der ehemalige Direktor Ernst Hausensteiner verstirbt.

Um die SchülerInnen auf dem Weg zum Schulgebäude vor Drogenhändlern zu schützen, wird eine "Schutzzone" eingeführt. In diesem Zusammenhang besucht Innenministerin Liese Prokop die Schule am Karlsplatz.
Die Zone reicht von der Wiedner Hauptstraße bis zur U-Bahn, zur Kärntnertorpassage und zur Resselgasse. Es ist die erste Schutzzone Wiens.

Fr. Susanne Kleeber übernimmt 2005 die Direktion der Volkschule.
Gemeinsam mit dem Hort wird Dir. Kleebers Idee einer private Vorschulgruppe, wie sie bereits in der Familienschule Leopoldstadt angeboten wird, realisiert. Ab September startet das Pilotprojekt mit einem Vorschultag pro Woche.

Aufgrund der stetig steigenden Anforderungen an das Schulhaus wird im Jahr 2005 mit der Generalsanierung des Schulgebäudes begonnen.

2005/06

Im Mai nehmen SchülerInnen der 4a und 4b der KMS am Projekt "Blumen der Erinnerung" teil. Gemeinsam mit tausenden anderen SchülerInnen tragen sie weiße Rosen, versehen mit Namen der Opfer des Nationalsozialismus an die Adressen, an denen sie zuletzt gelebt haben.

Wegen steigender administrativer Anforderungen wird der Hort - bisher der Volkschuldirektion unterstellt - zum eigenständigen Betrieb. Fr. Kerstin Barwa übernimmt die Leitung.

2007 Für zwei Jahre leitet Fr. Christine Henseler stellvertretend die Volksschule.
2008 Die Sanierung des Gebäudes umfasst bisher unter anderem die Erneuerung aller Elektroinstallationen, ein Vollbrandschutz und die komplette Erneuerung der Sanitärgruppen.
2011 Dir. Kleebers Projekt der "Modularen Modellklasse" - kurz MOMO genannt - mit dem Ziel der individuellen Begabungsförderung wird im September ins Leben gerufen.
Mit Beginn dieses Schuljahres gibt es dank der Generalsanierung nun auch ein Musikzimmer mit Klavier und eine eigene Bibliothek im Gebäude. Aus dem alten Festsaal wurden zwei neue Klassenräume und der neue Physiksaal kann sich auch sehen lassen!
2012

Mit einem stimmungsvollen Konzert der Johann Sebastian Bach Musikschule wird am 30.1. die neu renovierte Aula eröffnet und gleichzeitig das Jubiläumsjahr musikalisch eingeleitet. Unter dem Titel "...wo Brahms wohnte" spielen junge SolistInnen der Musikschule und der Universität für Musik und darstellende Kunst Musik aus der Gründungszeit der Schule.

Am 18.3. findet der Festgottesdienst zum Jubiläumsjahr mit Bischof Michael Bünker in der bis auf den obersten Rang gefüllten Gustav Adolf Kirche in Wien Gumpendorf statt.

Nachdem am 26. April das Schulhaus durch ein denkwürdiges Konzert zum Klingen gebracht wird, findet am 14. Juni der offizielle Festakt anläßlich des Jubiläums im Schubertsaal des Konzerthauses statt. In Anwesenheit von Bundespräsident Fischer spricht Prof. Dr. Henning Schluß zum Thema "Die Zukunft der Evangelischen Schule als öffentliche Schule." Der anschliessende Empfang im Schulhaus bietet den zahlreichen Gästen Gelegenheit, die neu renovierten Räume und die sehr informative Ausstellung zur Geschichte des Schulhauses zu besuchen.

Besonderer Besuch kommt aus den Vereinigten Staaten: Eine Gruppe von WiederaufbauerInnen reist zum Jubiläum an. Die freiwillige Helferinnen und Helfer kommen von der Brüdergemeinde und den Mennoniten und haben gemeinsam mit Helfern aus anderen Ländern das Schulgebäude wieder aufgebaut.

Das große Schulfest am 23. Juni bildet den Höhepunkt für Schule und SchülerInnen. Mit einem Festgottesdienst in den Kirchen A.B. und H.B. in der Inneren Stadt beginnt der Tag. Der Festzug mit ca. 300 SchülerInnen geht, begleitet von einer Blasmusikkapelle, über Graben und Kärntner Straße direkt zum Karlsplatz. Dort werden im offiziellen Teil des Festaktes die Präsidentin des Stadtschulrates, VertreterInnen der Bezirkspolitik, der Diakonie Bildung sowie der evangelischen Kirchen begrüßt.
Die amtsführende Präsidentin des Stadtschulrates, Susanne Brandsteidl äußert sich sehr anerkennend zur Arbeit der evangelischen Schulen sowie der Johann Sebastian Bach Musikschule.
An Hauptschul-Oberlehrerin Janet Schager, langjährig an der Evangelischen Mittelschule am Karlsplatz tätig und ehrenamtliche Organisatorin des Schulfestes, wird im Rahmen der Danksagungen das Goldene Kronenkreuz der Diakonie verliehen.